Neues im Norden
Herausragender Erfolg für maritime Wirtschaft in Schleswig-Holstein
Rekordauftrag für Kieler Schiffbauer TKMS
Die kanadische Regierung hat die TKMS AG & Co. KGaA als bevorzugten Lieferanten für das Canadian Patrol Submarine Project (CPSP) ausgewählt. In diesem Rahmen soll der Kieler Schiffbauer zwölf 212CD-U-Boote nach Kanada liefern. Dies sei ein historischer Meilenstein für Kanada, Deutschland und Norwegen und der Beginn einer langfristigen strategischen Partnerschaft, die die Sicherheit, die industrielle Zusammenarbeit und die kollektive Verteidigung im gesamten Nordatlantik stärken werde, so die Beteiligten.
Die Ankündigung markiere den Beginn eines neuen Kapitels in der Verteidigungszusammenarbeit zwischen drei engen NATO-Verbündeten, in dem Fachwissen und Sicherheitsinteressen zusammengeführt werden. Für Kanada stelle die Entscheidung eine bedeutende langfristige Investition in die maritime Sicherheit und die souveränen Fähigkeiten dar. Für Deutschland und Norwegen spiegele sie eine Vertiefung der Partnerschaft mit einem wichtigen Verbündeten sowie ein gemeinsames Engagement zur Förderung der transatlantischen Sicherheit, der technologischen Zusammenarbeit und der operativen Interoperabilität wider. Für TKMS wird die potenzielle Ausweitung des 212CD-Programms über Deutschland und Norwegen hinaus den anhaltenden profitablen Wachstumskurs des Unternehmens weiter unterstützen.
„Das ist eine großartige Nachricht für Schleswig-Holstein und ein herausragender Erfolg für TKMS. Dieser Auftrag ist mehr als ein wirtschaftlicher Erfolg – er ist eine Auszeichnung für die industrielle Kompetenz unseres Landes und der größte U-Boot-Auftrag in der Geschichte von TKMS. Wenn Kanada sich für U-Boote ‚made in Kiel‘ entscheidet, dann deshalb, weil hier seit Generationen Ingenieurskunst, technologische Stärke und Verlässlichkeit zusammenkommen, die auf dem Weltmarkt ihresgleichen suchen“, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther.
Neues Ladenöffnungszeitengesetz in Kraft
Grundversorgung im ländlichen Raum

Foto: stock.adobe.com/Oliver Raupach
Kleinstsupermärkte ohne Personal dürfen in Schleswig-Holstein ab sofort auch sonntags und feiertags öffnen – eine Änderung des Ladenöffnungszeitengesetzes ist seit Anfang Juni in Kraft. Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen: „Damit besteht nun endlich Rechtssicherheit. Rund zwei Drittel der Menschen in Schleswig-Holstein leben im ländlichen Raum. Mit der Neuregelung tragen wir hier zu einer besseren Grundversorgung bei.“ Das Gesetz schaffe auch Rechtssicherheit für Warenautomaten: Nunmehr dürfen landesweit aus bis zu drei großen Warenautomaten heraus Waren an Sonn- und Feiertagen verkauft werden. Vom neuen Gesetz sollen auch Hofläden oder andere landwirtschaftliche Verkaufsstellen profitieren.
Mehr unter: www.ihk.de/sh/ladenoeffnungszeiten
„
Mit der Neuregelung tragen wir im ländlichen Raum zu einer besseren Grundversorgung und zu einer größeren Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse bei.
– Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen zum Ladenöffnungszeitengesetz
Zuwächse im Binnenland
Sparkassen-Tourismusbarometer
In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 gab es in den Betrieben mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten 7,01 Millionen Übernachtungen. Damit war die Nachfrage in Schleswig-Holstein mit -0,9 Prozent leicht rückläufig. Das besagt der aktuelle Kurzbericht des Sparkassen-Tourismusbarometers Schleswig-Holstein. Bundesweit stiegen die Übernachtungszahlen im gleichen Zeitraum um 0,5 Prozent. Der Campingmarkt, der sich im Vorjahreszeitraum sehr positiv entwickelte, verlor mit -13,1 Prozent am deutlichsten. Zuwächse gab es nur im Binnenland und im Städtetourismus.
Mehr unter: www.tourismusbarometer.sh
Frauen und Männer haben 2025 die IHK-Aufstiegsfortbildungs-Prüfungen bestanden, darunter Fachwirte, Betriebswirte und Meister.
Köpfe der Wirtschaft

Britta Wendorf übernimmt die Leitung Private Banking bei der Sparkasse Holstein. Die 45-Jährige verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Sparkassen-Finanzgruppe und gilt als Expertin für die Beratung vermögender Privat- und Unternehmerkunden. Künftig wird sie insbesondere die strategische Weiterentwicklung des Geschäftsfeldes in der Region vorantreiben.

Wechsel an der Spitze: Andreas Drechsler, bislang Chief Financial Officer der Mach AG in Lübeck und Mitglied der Geschäftsführung, hat zum 1. Juli 2026 die Position des Chief Executive Officer übernommen. Drechsler ist seit vier Jahren Teil des Unternehmens und hat die strategische und finanzielle Entwicklung von Mach maßgeblich mitgestaltet. Der bisherige CEO Matthias Kohlhardt hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen.

Bis eine dauerhafte Geschäftsführung bestellt ist, übernimmt Holger Basten die Leitung der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH). Nach dem Tod der bisherigen Geschäftsführerin Susanne Kirchmann hat die Gewährträgerversammlung ihn zum Interims-Geschäftsführer bestellt. Basten verfügt über langjährige Erfahrung in der öffentlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung.
Firmenticker
Die Drägerwerk AG & Co. KGaA ist Preisträger des Best Managed Companies Award 2026 und erhält damit das renommierte Gütesiegel für hervorragend geführte Unternehmen. Die Entscheidung über die Preisträger erfolgte in einem mehrstufigen Auswahlprozess. Bewertet wurde in vier Kernbereichen: Strategie, Produktivität und Innovation, Kultur und Commitment, Governance und Finanzen.
Mit einer im Juni neu eröffneten Filiale in Pinneberg setzt die Frank Hoffmann Immobilien GmbH & Co. KG ihren Wachstumskurs in Norddeutschland fort. Mit dem Standort baut das Unternehmen mit Sitz in Kaltenkirchen seine Präsenz aus und schaffe die Grundlage für eine weitere Expansion in Hamburg bis Ende 2026. Mit der neuen Filiale ist Frank Hoffmann Immobilien nun auch am Hauptstandort des Kooperationspartners VR Bank in Holstein in Pinneberg vertreten.
Die Max Meyer & Max Horn GmbH in Kaltenkirchen wächst weiter. Die Kaffeerösterei hat im Juni Richtfest für eine neue Lager- und Verpackungshalle gefeiert. Die neue 3.000 Quadratmeter große Halle schaffe Raum für weiteres Wachstum. Zu dem Unternehmen gehört auch die bekannte Premiummarke Hagenbeck Kaffee.
Stabile Basis für die Zukunft: Das Geschäftsjahr 2025 schließt die Stadtwerke Lübeck Gruppe mit einem Umsatz von 577 Millionen Euro (601 Millionen Euro in 2024) ab. Das Eigenkapital der Stadtwerke erhöht sich durch den erzielten Jahresüberschuss von 5,7 Millionen Euro auf 71,7 Millionen Euro. Die Bilanzsumme steigt um 85 Millionen Euro auf 852 Millionen Euro. Die Stadtwerke Lübeck Gruppe weise damit das neunte Jahr in Folge ein positives Jahresergebnis vor.

Wirtschaft im Hansebelt – Das Magazin der IHK zu Lübeck
Ausgabe August / September 2026
